Die Posträuber

 

 

- Rufname unterstrichen, Alter zum Tatzeitpunkt -

 

Kriminelle Banden im London der 60er Jahre bezeichneten sich selbst gerne als "Firma". Am Postraub waren zwei solche "Firmen" beteiligt, sowie einige weitere Personen aus dem Umfeld dieser beiden Gruppen. Diese Zusammenarbeit war ungewöhnlich, da sich die einzelnen Firmen zumeist misstrauten. Beim Postraub aber ging es nicht anders: Die einen hatten den Tipp, die anderen das Know-How.

 

Die erste "Firma" bestand aus Buster Edwards, Bruce Reynolds, seinem Schwager John ("Paddy") Daly, Charlie Wilson, Roy James und dem bis heute unbekannten, "Bill Jennings" ("Flossy") genannten Mann. Sie hatten 1962 den Überfall auf die BOAC-Lohnkasse auf dem Londoner Flughafen verübt. Schon damals war als "freier Mitarbeiter" Gordon Goody mit von der Partie (die "kleine Besetzung" vom Flughafen-Überfall komplettierten Goodys Neffe Mickey Ball und Reynolds Freund Harry Booth). Zum weiteren Umkreis der Firma gehörten die späteren Posträuber James Hussey sowie Jimmy White und sein Freund "Big" Alf Thomas, dessen wahre Identität ebenfalls bis heute unklar ist. 

 

Die zweite "Firma" bestand aus Roger Cordrey, Robert Welch, Thomas Wisbey und dem bis heute unbekannten, "Frank Munroe" genannten  Mann. Diese Firma hatte bereits einige - negative - Erfahrungen mit Überfällen auf Züge gesammelt. Besonders wichtig aber: Roger Cordrey kannte die technischen Tricks, um Züge durch manipulierte Haltesignale anzuhalten.

 

Zum Teil wird die erste Firma in der Litaratur auch in zwei Banden aufgeteilt, die "South West Gang" unter Führung von Reynolds und die "South East Gang" unter Leitung von Buster Edwards. Einen Namen für die zweite Firma hat nur der Deutsche Autor Kolarz vergeben: "Die Fulham Boys". 

 

Neben dem zwischen verschiedenen Firmen üblichen Misstrauen sorgte auch die Hinzunahme von Ronnie Biggs durch Bruce Reynolds für Unruhe, wie Buster Edwards später im TV-Interview der BBC erzählte. Verstärkt wurde das noch durch den durch Biggs rekrutierten, pensionierten Lokführer "Peter", der keinerlei kriminelle Erfahrung hatte. 


 

Die Anführer:


Bruce Richard Reynolds (31)

* London 7.9.1931, 6'1'' (1,85m)

+ London 28.2.2013

Offiziell Auto- und Antiquitätenhändler aus London. Sohn eines Gewerkschaftlers, verheiratet mit Frances Reynolds, ein Sohn (Nick). Anführer der "Southwest Gang". Unstrittig das "Superhirn" der Bande, leitete den Überfall. Entging der Festnahme über 5 Jahre lang durch Flucht über Frankreich und Mexiko, Festnahme erst am 8. November 1968 in einer gemieteten Villa in Torquay, England. Am 14. Januar 1969 zu 25 Jahren Haft verurteilt. Am 6. Juni 1978 wieder freigekommen. 1984 wegen Drogenbesitz erneut zu drei Jahren Haft verurteilt, 1985 vorzeitig entlassen. Seitdem Buchautor, Filmberater ("Buster"), Kinokritiker, "Berühmtheit". Hielt u.a. 1999 Vortrag vor Schülern des Elitegymnasiums Eton. Sein Buch "Autobiography of a Thief" erschien 1995, 2000 in Neuauflage. Auch gelegentlich TV-Gast in Deutschland, zuletzt Anfang 2007 bei "Galileo Mystery".

 


Douglas Gordon Goody (34)

* 11.3.1931

Friseur aus Commondale, Putney. Großer, blonder Typ mit starker Ausstrahlung. Legte stets Wert auf perfektes Äußeres. Verlobt mit Patricia Cooper. Blieb jedoch Junggeselle und lebte bis zur Tat bei seiner Mutter. Galt als einer der Köpfe der Bande. In Aylesbury 1964 zu 30 Jahren Haft verurteilt. Arbeitete nach seiner Entlassung (22.12.1975) zunächst in einem Möbelgeschäft, dann im Obst- und Gemüsehandel, eröffnete später eine Bar an der Costa del Sol. Von allen Verurteilten dürfte Goody sein Geld am klügsten angelegt haben (Immobilien und Diamanten).

 


Ronald "Buster" Edwards (32),  5'6'' (1,68m)

* London 27.1.1931

+  London 29.11.1994

Clubbesitzer. Ehemaliger Boxer mit großem Freundeskreis. Anführer der Southeast Gang. Verheiratet mit June, eine Tochter (Nicolette). Entging der Fahndung lange, lebte dabei eine Weile mit Reynolds zusammen in Mexiko. Stellte sich 1966 aus Heimweh den englischen Behörden und wurde zu 15 Jahren verurteilt. Betrieb nach seiner Entlassung im April 1975 einen Blumenladen am Waterloo-Bahnhof in London. Wurde durch den Film "Buster" mit Phil Collins in seiner Rolle bekannt. 1994 erhängt in seiner verschlossenen Garage aufgefunden. Als Ursache werden finanzielle Sorgen vermutet.

 

 


Charles Frederick Wilson (31)

* 30.6.1932

+ 23.4.1990 Spanien

Buchmacher und Gemüsehändler aus Clapham. Verheiratet mit Patricia, drei Töchter. In Aylesbury 1964 zu 30 Jahren Haft verurteilt. Sagte während des Prozesses kaum ein Wort und erhielt in der Presse den Spitznamen "Der Schweiger". Sensationelle Flucht aus dem Winson Green Gefängnis in Birmingham am 16.8.1964. Lebte danach in der Nähe von Montreal (Kanada), wurde am 24.1.1968 festgenommen, die Fahnder kamen ihm durch einen Telefonanruf seiner Frau in England auf die Spur. Im November 1978 als letzter der Posträuber aus der Haft entlassen. Lebte danach an der Costa del Sol in Spanien, wurde dort am 23. April 1990 erschossen an seinem Swimming-Pool aufgefunden. Hinter der Tat wurde die Drogenmafia vermutet.

 

 

Die Mannschaft:

 

   

Ronald Arthur Biggs (34)

* 8.8.1929

+ 18.12.2013

Handwerker, Anstreicher. Brachte den pensionierten Lokführer mit ins Team. In Aylesbury 1964 zu 30 Jahren Haft verurteilt.  Wurde durch seine spektakuläre Flucht aus dem Gefängnis am 8. Juli 1965 und sein Jahrzehntelanges Exil in Brasilien weltberühmt. 1971 scheiterte der Versuch der englischen Behörden, ihn festzunehmen, da Biggs ein Kind (Michael) mit einer Brasilianerin gezeugt hatte, welches ihn nach brasilianischem Gesetz vor der Auslieferung bewahrte. Kehrte nach mehreren Schlaganfällen am 7. Mai 2001 nach England zurück und verbüßte seither den Rest seiner Strafe in einem Gefängnishospital. Diverse Gnadengesuche wurden von den Justizministern und einmal auch von Premierminister Tony Blair persönlich abgelehnt. Heiratete 2002 im Gefängnis die Mutter seines Sohnes. Seit 2007 kann er nicht mehr sprechen und verständigt sich schriftlich mit seiner Umgebung. Am 7. August 2009 (Stunden vor dem 46. Jahrestag des Postraubes) wurde er schließlich doch noch wegen seines schlechten Gesundheitszustandes begnadigt und aus dem Gefängnis entlassen.

 

 


Roger John Cordrey (41)

* 30.5.1921

+  2005

Blumenhändler, Buchmacher. War der Signal-Fachmann der Bande. Ging den Fahndern als erster ins Netz, als er gemeinsam mit Boal eine Wohnung bei einer Polizistenwitwe in Bournemouth anmieten wollte. In Aylesbury 1964 zu 20 Jahren Haft verurteilt; seine Haftstrafe wurde in der Berufung auf 14 Jahre reduziert. Freilassung im April 1971. Arbeitete zunächst im Blumenladen seiner Schwester, wandte sich danach wieder dubioseren Geschäften zu.

 


John Thomas "Paddy" Daly (31)

* 6.6.1931

+ April 2013

Antiquitätenhändler. Schwager von Bruce Reynolds. Verheiratet mit Barbara. Wohnte luxuriös am Eaton Square. Tauchte nach dem Postraub unter, wurde aber am 3.12.1963 gefasst. Seine Fingerabdrücke waren auf einem Monopoly-Spiel in der Leatherslade-Farm, dies wurde vor Gericht jedoch nicht anerkannt und Daly am 12.2.1964 als einziger freigesprochen. Seine Mitwirkung am Postraub wurde später von anderen Posträubern bestätigt, dies kann nach Englischem Gesetz aber nicht mehr gegen ihn verwendet werden. Über seinen weiteren Verbleib ist wenig bekannt.

 


James Hussey (30)

* 8.4.1933

+ 12.11.2012

Kunstmaler. In Aylesbury 1964 zu 30 Jahren Haft verurteilt. Am 17.11.1975 entlassen. Heiratete zu Weihnachten desselben Jahres in Epsom. James wurde Gebrauchtwagenhändler. Im August 1989 zusammen mit Tommy Wisbey wegen Drogenhandels zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren verurteilt.

 


Roy John James (28), 5'4'' (1,62 m)

* 30.8.1935

+ 21.8.1997

Rennfahrer, Kunstschmied. Erhielt fälschlich in den Medien den Spitznamen "The Weasel". Hatte noch kurz vor dem Postraub bemerkenswerte Rennerfolge und galt als der "kommende Mann" für die Formel 1, dem jedoch die Sponsoren fehlten. In Aylesbury 1964 zu 30 Jahren Haft verurteilt. Versuchte nach seiner Entlassung im August 1975, die Karriere als Rennfahrer wieder zu beleben, war jedoch zu ungeduldig und produzierte mehrere Totalschäden. Trotz einiger Erfolge (Sieg in der Ford Formel 1600 in Brands Hatch) gelang ihm das Comeback nicht mehr dauerhaft. Nahm seinen ursprünglichen Beruf als Kunstschmied wieder auf, blieb jedoch verbittert. 1993 wurde er wegen Schüssen auf seinen Schwiegervater und Angriffs auf seine Frau zu sechs Jahren Haft verurteilt. Der herzkranke James starb kurz nach seiner vorzeitigen Entlassung, nachdem eine Herzoperation erfolglos geblieben war.

 


Robert Alfred Welch (35)

* 12.3.1929

Clubbesitzer. In Aylesbury 1964 zu 30 Jahren Haft verurteilt. Freilassung im Frühjahr 1976. Kehrte zu seiner Frau zurück und lebte ein normales Familienleben. Wurde aufgrund von Knieproblemen trotz mehrerer Operationen zum Behinderten. Sein Anteil der Beute wurde von seinem Vertrauensmann während der Haft größtenteils verloren.

 


James Edward White (43)

* London (21.2.1920), 5'10''

+ Datum unbekannt

Cafebesitzer. Im 2. Weltkrieg Fallschirmspringer. Er hatte seinen Anteil der Beute z.T. in der Seitenwand seines Wohnwagens versteckt. Der Campingplatz lag unglücklicherweise nahe der Lichtung, auf der die Sporttasche der Fields mit Geld gefunden worden war. White blieb drei Jahre lang mit seiner Frau Sheree und seinem Sohn auf der Flucht. War drei Jahre auf der Flucht, wurde am 12.4.1966 verhaftet, zu 18 Jahren Haft verurteilt; saß bis April 1975. Nahm nach der Freilassung seinen alten Beruf als Maler und Dekorateur (andere Quellen: Dachdecker) wieder auf. Beherrschte meisterhaft die Kunst, unauffällig zu sein. Für das Fahndungsfoto (oben) verzog er absichtlich die Gesichtszüge.

 


Thomas William Wisbey (33)

+ 27.4.1930

Buchmacher. In Aylesbury 1964 zu 30 Jahren Haft verurteilt. Im März 1976 freigelassen. Dürfte als einziger neben Goody einen nennenswerten Teil seiner Beute über die Haftzeit gebracht haben. Kehrte zu seiner Frau und seiner inzwischen 19-jährigen Tochter zurück und kam nach einigen Anpassungsschwierigkeiten offenbar besser zurecht. Im August 1989 mit Jim Hussey wegen Drogenhandels zu einer Gefängnisstrafe von 10 Jahren verurteilt.

 

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Wahrscheinlich vier weitere Personen waren am Tatort, die bis heute nicht identifiziert wurden und nur mit Decknamen bekannt sind:

 

Ein pensionierter Lokführer (Deckname "Peter", später als "Stan Agate" bezeichnet), den Ronnie Biggs mitgebracht hatte. Ihm gelang es jedoch nicht, die Lok in Gang zu setzen, so dass der verletzte Lokführer Jack Mills dazu gezwungen werden musste. Im weiteren Verlauf des Postraubes musste Stan von Ronnie Biggs beruhigt und betreut werden, da ihm die Nerven versagten. In den Beschreibungen der Posträuber wird er als völlig naiver und schon leicht verwirrter älterer Herr beschrieben, der sich arglos kurz vor dem Überfall noch ein Pfeifchen angezündet hatte. 14 Jahre später wurde Stan von Autor Piers Paul Read auf eine Beschreibung von Biggs hin in einer Kleinstadt südlich London aufgespürt. Er war inzwischen an Altersdemenz erkrankt und dürfte heute längst verstorben sein.

 

"Bill Jennings", von Bruce Reynolds auch als "Flossy" bezeichnet. Er hatte bereits 1962 beim Überfall auf die BOAC-Lohnkasse am Flughafen Heathrow mitgewirkt. Er war der einzige Posträuber, der offenbar nie ins Visier der Polizei rückte.

 

"Frank Munroe", ein von Roger Cordrey mitgebrachter Berufsverbrecher aus der Londoner Unterwelt, der wenn nötig auch vor rustikalen Methoden nicht zurückschreckte. Er wurde von Scotland Yard zwar verdächtigt, am Postraub teilgenommen zu haben, jedoch konnte man ihm nichts nachweisen.

 

"(Big) Alf Thomas", ebenfalls ein Mann fürs Grobe. Von ihm stammen vermutlich jene 50.000 Pfund, die am 2. Dezember 1963 in einer Londoner Telefonzelle in der Great Dover Street gefunden wurden. Er wurde von Scotland Yard über Wochen hinweg immer wieder vernommen, nachdem Geld aus dem Postraub bei Freunden von ihm gefunden wurde, doch es gab keinerlei Beweise, das er auf der Farm gewesen oder am Postraub beteiligt war. Zudem war er noch nicht wegen gemeinsamer Delikte mit den anderen Posträubern aktenkundig. Es ist aber anzunehmen, das Scotland Yard von seiner Teilnahme am Postraub bis heute überzeugt ist.

 

Nach Aussage von Bruce Reynolds war Anfang 2007 einer der drei Männer noch am Leben. Zudem erklärte Reynolds mehrfach, dass es einer dieser drei Männer war, der den Lokführer Jack Mills geschlagen hatte. 

Der Informant:

 

Patrick McKenna, alias "The Ulsterman"(43)

* um 1930, Belfast

+ 1992, London

Im September 2014 hat sich Gordon Goody entschieden, den Namen des Informanten zu nennen, der die Gang auf die Idee mit dem Postraub brachte. Er war bislang nur als "The Ulsterman", zu deutsch "der Mann aus Nordirland", bekannt. Laut Goody handelte es sich um einen in Belfast geborenen Eisenbahn-Mitarbeiter aus Islington (Nord-London). Er sei ihm durch einen Bekannten vorgestellt worden und habe die Gang informiert, wie und wann an den Postzug von Glasgow nach London heranzukommen sei. McKenna sei auch derjenige gewesen, der die Verschiebung des Raubes um einen Tag auf den 8.8.1963 empfohlen habe.

McKennas Familie reagierte fassungslos und ungläubig auf die Nachricht, da McKenna immer sehr ärmlich gelebt und nie Geld besessen habe. Wo sein Anteil aus dem Postraub geblieben ist, bleibt Spekulation.

 

 

Der Unbeteiligte:

 

William Gerald "Bill" Boal (50)

* 22.10.1913

+ 25.6.1970

Feinmechaniker aus Fulham und langjähriger Freund von Roger Cordrey. Er wurde zusammen mit Cordrey in Bournemouth festgenommen und verstrickte sich durch aggressives Verhalten gegenüber der Polizei rettungslos. In Aylesbury 1964 zu 24 Jahren Haft verurteilt; im Berufungsverfahren wurde die Strafe auf 14 Jahre reduziert. Die Posträuber betonen bis heute, er sei nicht beteiligt gewesen. Boal verbrachte seine Haft in Verbitterung, bäumte sich immer wieder gegen das ihm geschehene Unrecht auf und isolierte sich von allen Mitgefangenen. Er starb nach längerer Krankheit am 25. Juni 1970 an einem Hirntumor im Gefängniskrankenhaus. Seine Frau konnte das Angebot, ihn zu Hause bis zum Tod zu pflegen, aus finanzieller Not nicht annehmen.

 

 

Die Strohmänner:

 


Leonard Dennis Field(31)

* 1931

+  Datum unbekannt

Seemann. Nicht verwandt mit Brian Field, den er als Verteidiger seines älteren Bruders Harry Alexander Field (inhaftiert wegen Rennpferd-Dopings) kennengelernt hatte. Er kaufte die Leatherslade Farm für 5.500 Pfund (heute ca. 110.000 €). Seine Verurteilung zu 25 Jahren beim Prozess in Aylesbury 1964 wurde im Berufungsverfahren aufgehoben, die zweite von 5 Jahren wegen "Verschwörung zur Behinderung der Justiz" blieb ebenso wie bei seinem Namensvetter Brian bestehen. Ebenso wie er wurde Leonard 1967 freigelassen.

 


Brian Arthur Field(29)

* 15.12.1934

+ 27.4.1979 (Autounfall)

Rechtsanwalt, wickelte den Kauf der Leatherslade Farm auf den Namen seines Strohmannes Leonard Field ab. Seine deutsche Frau Karin verfasste nach dem Prozess Artikelserien in deutschen Magazinen (Stern). Von ihm stammte die Tasche, die mit Geld aus dem Überfall auf einer Lichtung gefunden wurde. Eine darin steckende Hotelrechnung aus dem Allgäu brachte die Polizei auf die Spur der Fields. Seine Verurteilung zu 25 Jahren beim Prozess in Aylesbury 1964 wurde im Berufungsverfahren aufgehoben. Die zweite Verurteilung Wegen "Verschwörung zur Behinderung der Justiz" mit 5 Jahren Haft blieb bestehen. 1967 wurde er freigelassen, änderte seinen Namen in "Brian Charbren" und verschwand. Starb am 6.9.1979 gemeinsam mit seiner dritten Ehefrau Sian (26) bei einem Verkehrsunfall.

 


John Denby Wheater(42)

* 17.12.1921

+ Juli 1985

Rechtsanwalt und Chef von Brian Field. Der Weltkriegs-Veteran und Leiter einer Anwaltskanzlei geriet als Vorgesetzter von Brian Field in Verdacht, vom Postraub gewusst zu haben. Er wurde beim Prozess 1964 in Aylesbury wegen "Verschwörung zur Behinderung der Justiz" zu drei Jahren Haft verurteilt. Schon im Februar 1966 wurde er entlassen und leitete ab da eine Wäscherei in Harrogate, die seiner Familie gehörte.